Ich packe meinen Koffer – aber wie?

In vielen deutschen Bundesländern beginnen die Sommerferien und mit ihnen die Hauptreisezeit. Mit der Vorfreude auf den langersehnten Urlaub stellt sich nun für viele die Frage, was mit ins Gepäck soll und wie ein Koffer am sinnvollsten und praktischsten gepackt werden kann. Zunächst einmal sollte überlegt werden, wohin die Reise geht und je nach klimatischen Bedingungen und sonstigen Faktoren entschieden werden, was in den Koffer gehört. Eine Packliste, die nach und nach abgehakt wird, kann sehr hilfreich sein um den Überblick zu behalten. Nun empfiehlt es sich die Gegenstände, die mit auf die Reise gehen sollen auf einem Fleck beiseite zu legen. Hierfür bietet sich zum Beispiel das Bett an. Wenn man alle Kleidungsstücke, Kosmetikartikel und Co. versammelt hat, kann man oft schnell entscheiden, was wirklich mit muss und was nicht und man auch erkennen, was noch fehlt. Um unnötigen Ballst zu vermeiden sollten Urlauber auch daran denken, dass Gegenstände wie Handtücher oder Fön häufig in Hotels oder Ferienwohnungen vorhanden sind – ein Blick in die Austattungsdetails der jeweiligen Unterkunft ist also ratsam. Wenn alle Reiseutensilien beisammen sind kann es mit dem eigentlichen Kofferpacken losgehen. Schwere Dinge sollten unten in den Koffer gepackt werden. Lücken die dabei entstehen können mit Socken oder Unterwäsche gestopft werden. Das spart Platz und schützt die Gegenstände zudem vor Beschädigungen. Leichte Kleidungsstücke, die nicht übermäßig zum Knittern neigen können platzsparend aufgerollt und dann im Koffer verstaut werden.  Hosen sollten entlang der Bügelfalte zusammengelegt werden und dann mit dem Bund nach unten einpackt werden, wobei die Hosenbeine zunächst über den Kofferrand hängen gelassen werden sollten. Auch lange Röcke sollten zunächst über den Rand hinaus schauen. Auf diese Schicht wird nun Kleidung gelegt, bis die Kofferrandhöhe erreicht ist. Erst dann werden die Hosenbeine und Rocklängen nach oben einschlagen. Kurze Röcke kommen ungefaltet in den Koffer. Oberteile sollten so gestapelt werden, dass die Kragen abwechselnd auf die eine oder die andere Seite schauen. Hemden und Blusen sollten mit der Knopfleiste nach unten gelegt und Ärmel jeweils auf den Rücken gelegt werden. Besonders knitteranfällige Stücke können mit Seidenpapier vor zusätzlichen Falten geschützt werden. Für Sakkos empfiehlt es sich Seidenpapier in die Ärmel einzulegen um unschöne Falten zu vermeiden. Anzughosen sollten entlang der Bügelfalte gefaltet und auch mit Seidenpapier vor dem Verknittern geschützt werden. Bei Sakkos, kurze Jacken und Blazern sollte zudem mindestens jeder zweite Knopf geschlossen, die Ärmel an der Seitennaht angelegt und das Schulterteil mit Seidenpapier ausgestopft werden. Hüte kommen mit der Wölbung nach unten in den Koffer und werden mit Socken aufgefüllt. Unterwäsche und Badekleidung dient auch zum Schluss des Packens als Lückenfüller. Wer nun seine Kosmetikartikel vorm Auslaufen schützt und sie dafür in Plastikbeutel verpackt und auch an eine Tüte für die Schmutzwäsche denkt, hat sicherlich gut gepackt und kann seine Reise unbesorgt antreten.

 

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